Über das Unbewusste redet jeder, und jeder meint etwas anderes. Der Coach meint einen
wohlwollenden Mitarbeiter, der nachts die Probleme sortiert. Der Werbetexter meint den
Teil des Kunden, der die Hand nach der Packung ausstreckt, bevor der Kopf gefragt wurde.
Der Psychoanalytiker meint den Keller, in dem das Verdrängte wohnt. Und der Nachrich
tensprecher um 20 Uhr meint gar nichts, er sagt nur »Guten Abend« - und doch setzt sich
in Millionen Wohnzimmern jemand zurecht, lange bevor die erste Meldung verstanden ist.
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil mir bei der Arbeit mit Coaching-Techniken etwas
aufgefallen ist. Was ein Coach in einer Sitzung mit einem Klienten tut - den Atem
angleichen, das Tempo aufnehmen, ein Wort durch ein Nicken markieren, ein Problem auf
der linken Seite ablegen und die Lösung auf der rechten -, das tun Film, Fernsehen, Radio,
Video-Call und Smartphone auch. Nur ohne Coach, in Serie und für Millionen gleichzeitig.
Niemand hat das versteckt. Es steht in jedem Lehrbuch für Kameraleute und in jedem
Handbuch für Werbetexter. Es ist, im wörtlichen Sinn, das, was jeder weiß.