Der Protagonist Zweifelssohn - wie der jüdische Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifel - reist von Wien über verschiedene deutsche Städte bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, die der eigenen Gewalt nicht mehr entkommen kann. »Zweifelssohn« ist der poetische, witzige und verzweifelt optimistische Debütroman von Max Czollek.
Zweifelssohn begleiten auf seiner Reise die Spuren einer Gewalt, egal ob in der Bahn, bei einem Abendessen mit Fremden, im Urlaub mit der Freundin oder einsam in Hotelzimmern. Das hat mit einem jüdischen Blick auf Deutschland zu tun, von dem Zweifelssohn nicht lassen kann, dem er zugleich ausgeliefert ist. Er ist versucht, sich bei seiner Reise Richtung Norden an die Oberflächen zu klammern - an Mode, Musik, Exzess. Aber immer lauter wird die Gewalt, drängt sich auf als wäre sie der Blick in eine nahende Zukunft, selbst wenn man versucht, die Augen davor zu verschließen. Ähnlich wie beim Propheten Jeremias, in dessen Leben Zweifelssohn sich selbst nicht finden möchte und doch wiedererkennt, dessen Untergangsvisionen er zurückweist und doch aktualisiert. Max Czollek ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision, wie es sonst wohl kaum jemand vermag. Emotional, voller bitterbösem Humor und hochgradig aktuell!
Der Protagonist Zweifelssohn - wie der jüdische Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifel - reist von Wien durch verschiedene deutsche Städte bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, deren Ende ihn einzuholen droht. Max Czollek ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision, wie es sonst wohl kaum jemand vermag. Emotional, voller bitterbösem Humor und hochgradig aktuell!
Vielleicht ist Zweifelssohn verrückt, vielleicht ein Genie, vielleicht ein Prophet, so genau lässt es sich nicht sagen. Jedenfalls sieht er Dinge, die andere nicht sehen: tote Verwandte auf einer Wiener Wasserstraße, prophetische Visionen in Münchner Vorstädten und eine rauchende Hannah Arendt am Berliner Landwehrkanal. Er ist das Gegenteil von Leichtigkeit, trägt in seinem Koffer die Schwere der Geschichte. Schwebt zugleich über ihr, denn bei ihm besteht alles aus Gas, wie beim Warzenschwein Pumba aus dem König der Löwen. Er hält sich fest an seinen Freund*innen und ist doch endlos weit entfernt von ihrer Gegenwart.
'Zweifelssohn' ist der poetische, witzige und verzweifelt optimistische Debütroman von Max Czollek.
'Wie sieht eine Literatur aus, die unsere Gegenwart in all ihrer Abgründigkeit, ihrer Absurdität, ihrem Witz, ihrer Gewalt und Zärtlichkeit beschreibt? Genau so!'. MITHU SANYAL