Diese Arbeit befasst sich mit der Rechtsdogmatik und Rechtsprechung zur Menschenwürde in der chilenischen Verfassungsordnung. Diese Arbeit untersucht ferner, wie das verfassungsrechtliche Konzept der Menschenwürde in Deutschland behandelt wird, wo die Rechtslehre zur Menschenwürde eine beispiellose Entwicklung hat. Es wird anschließend die Frage erörtert, wie man von rechtsvergleichenden Perspektiven im Allgemeinen und der deutschen im Besonderen profitieren kann. Vor diesem Hintergrund sind drei Dimensionen der deutschen Erfahrung für die Auslegung der Menschenwürdeklausel der chilenischen Verfassung von besonderer Bedeutung. Letztere ergibt sich aus drei unterschiedlichen Perspektiven: der methodischen, der dogmatischen und der soziologischen.