Die Innenräume italienischer Kirchen sind regelmäßig Gegenstand umfassender
Umgestaltungskampagnen geworden. Dabei wurden die Raumhülle sowie die
Einrichtungsgegenstände wechselnden Repräsentationsbedürfnissen, religiösen und
profanen Nutzungen und verändertem künstlerischem Geschmack angepasst. Die
vorliegende Schrift untersucht dieses Phänomen am Beispiel der Kirche S. Pietro in
Perugia und skizziert dabei auch die übergreifende Geschichte der Kircheninnenräume
in Umbrien, Mailand, Venetien und Rom. Besondere Berücksichtigung erfährt die
frühwissenschaftliche Beschäftigung mit italienischer Kirchen- und
Heiligengeschichte sowie die Baugesetzgebung der Cassinensischen Kongregation.