Dieses praktisch ausgelegte Buch bringt aktuelle Kindheitsforschung und zeitgenössische ethische Theorie zusammen. Es zeigt, wie sehr Kinder für ihre geistige und körperliche Entwicklung auf einen Handlungsspielraum für riskantes Spiel angewiesen sind. In vielen Ländern sind die Möglichkeiten unbeobachteten und unbegleiteten Spiels für Kinder zurückgegangen. Sowohl in der Schule als auch zu Hause stehen Schutz und Schadensvermeidung zunehmend im Vordergrund. In diesem Buch wird zwischen einer Ethik des Guten und einer Ethik der Schadensvermeidung unterschieden, um ethische Spannungen und Dilemmata aufzuzeigen, mit denen Fachkräfte, die mit Kindern arbeiten, konfrontiert sind. Außerdem werden Wege vorgeschlagen, diese ethischen Dimensionen beim Umgang mit riskantem Spiel besser auszubalancieren.
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Die Autor*innen
Øyvind Kvalnes
ist Professor an der BI Norwegian Business School, Norwegen. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Ethik, Führung sowie organisatorischer Wandel und Entwicklung.
Ellen Beate Hansen Sandseter
ist Professorin für Leibeserziehung am Queen Maud University College of Early Childhood Education, Norwegen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem körperlichen Spiel von Kindern, dem Spiel im Freien und dem riskanten/spannenden Spiel von Kindern in frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (ECEC) sowie auf der Frage, wie eine physische Umgebung für das Spiel, die Entwicklung und das Lernen von Kindern gestaltet werden kann.
Die Übersetzerin
Annette Kessler
ist seit 30 Jahren in der Ausbildung von Elementarpädagoginnen aktiv und hat mehrere Fachbücher zum Bereich Spiel veröffentlicht.