"Philosophie der Renaissance" versammelt zentrale Texte einer Epoche, in der sich europäisches Denken zwischen Humanismus, Religionskritik, Staatslehre und utopischer Gesellschaftsvision neu ordnet. Die Sammlung reicht von politischen Analysen der Macht über essayistische Selbstprüfung und philologische Gelehrsamkeit bis zu reformatorischer Polemik, empirischer Erkenntnistheorie und Zukunftsentwürfen. Gerade die Gegenüberstellung von Machiavellis Nüchternheit, Montaignes Skepsis, Morus' und Campanellas Utopien sowie Bacons Wissenschaftsprogramm macht die Spannweite renaissancezeitlicher Philosophie sichtbar. Die vertretenen Autoren stehen gemeinsam für die intellektuellen Umbrüche vom späten 15. bis zum frühen 17. Jahrhundert. Erasmus und Morus verkörpern den christlichen Humanismus, Luther die konfessionelle Erschütterung Europas, während Machiavelli politische Wirklichkeit von moralischen Idealen löst. Bacon und Campanella eröffnen unterschiedliche Wege zur Neuordnung von Wissen und Gesellschaft; Ludwig Kuhlenbeck erweitert den Horizont der Auswahl durch eine spätere philosophisch-rechtliche Perspektive auf ihre Nachwirkung. So entsteht ein vielstimmiges Bild der Renaissance als konfliktreicher Werkstatt der Moderne. Dieser Band empfiehlt sich als konzentrierte Einführung und als Einladung zur vertieften Lektüre. Er eröffnet die seltene Möglichkeit, konkurrierende Begriffe von Mensch, Staat, Glauben, Erkenntnis und Freiheit innerhalb eines einzigen Gesprächszusammenhangs zu verfolgen. Studierende, Forschende und philosophisch interessierte Leser gewinnen daraus nicht nur historische Orientierung, sondern auch ein präziseres Verständnis der Fragen, die das moderne Denken bis heute bestimmen.
E-artnow stellt Ihnen die wegweisenden philosophischen Klassiker der Renaissance vor, einer Epoche geprägt von bahnbrechenden und humanistischen Ideen, die den Verlauf der Geschichte nachhaltig verändert haben:
Neues Organon (Francis Bacon)
Sonnenstaat (Tommaso Campanella)
Von der Angewohnheit und von der Mißlichkeit, gewohnte Gesetze zu ändern (Michel de Montaigne)
Von der Pedanterei (Michel de Montaigne)
Über die Kinderzucht (Michel de Montaigne)
Über die Freundschaft (Michel de Montaigne)
Von der Mäßigung (Michel de Montaigne)
Über die Einsamkeit (Michel de Montaigne)
Unsere Begierden wachsen durch die Schwierigkeiten (Michel de Montaigne)
Über Lob, Preis und Ruhm (Michel de Montaigne)
Von der Gewissensfreiheit (Michel de Montaigne)
Was nützlich ist und was ehrlich (Michel de Montaigne)
Über die Nachteile, welche mit Hoheit und Größe verknüpft sind (Michel de Montaigne)
Man muß seinen Willen beschränken (Michel de Montaigne)
Von Hinkenden (Michel de Montaigne)
Von der Physiognomie (Michel de Montaigne)
Von der Erfahrung (Michel de Montaigne)
Von der Wissenschaft des Nichtwissens (Nicolaus von Cues)
Das Lob der Torheit (Erasmus von Rotterdam)
Die Discorsi (Niccolò Machiavelli)
Mensch und Staat (Niccolò Machiavelli)
Der Fürst (Niccolò Machiavelli)
Utopia (Thomas Morus)
Von der Freiheit eines Christenmenschen (Martin Luther)
Giordano Bruno (Ludwig Kuhlenbeck)