Einfacher könnte eine Geschichte auf den ersten Blick nicht sein, ein Sohn erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte seiner Mutter. Doch dieser kurze Moment, in dem sich die Wege zweier Menschen überschneiden, sich schmerzhaft trennen und am Ende einer Epoche in entgegengesetzte Sphären katapultiert werden, könnte keine tiefgreifendere Wirkung haben. Während Edwin, der anfänglich mittellose Dirigent, in die höchsten Kreise der Zürcher Gesellschaft aufsteigt, verliert Claras Familie ihr Vermögen und damit ihre Zukunft. Was Clara bleibt, ist die Musik und ihre Erinnerung an eine verzweifelte Liebe.
»Urs Widmer hat das Normale ins Surreale übersetzt und die Sehnsucht beim Wort genommen - so wurde er zu einem der großen Erzähler seines Landes.«